Demenz beeinflusst den Alltag und kann viele reguläre Aufgaben zunehmend problematisch erscheinen lassen. Plötzlich werden einfache Aufgaben, wie Anziehen, Baden oder Kaffeekochen problematisch. Es ist zum Beispiel nicht mehr offensichtlich, was man beim Ankleiden zuerst anziehen muss, wie man einen Reißverschluss benutzt oder die Mikrowelle bedient. Es kann für die Person mit Demenz frustrierend und peinlich sein, diese Aufgaben nicht mehr bewältigen zu können.
Aus diesem Grund versuchen viele Personen mit Demenz, ihre Probleme zu verbergen. Apraxie (Schwierigkeiten, gezielte Bewegungen auszuführen) ist der Begriff, der verwendet wird, um diese Art von Problemen zu beschreiben. Auch wenn der Wunsch, die Aufgabe zu erledigen, vorhanden ist, kann das Gehirn die Bewegung nicht in Gang setzen, die für die Durchführung der Aktivität notwendig ist.
Typische Schwierigkeiten können sein:
- An die Reihenfolge erinnern, in der die Dinge zu tun sind (Schuhe vor Socken anziehen).
- Vergessen, was sie getan haben und es deshalb wieder tun (z.B. nochmals Milch in den Kaffee geben, die Tür verschließen und ein zweites Mal verschließen).
- Vergessen, etwas zu tun (Wasserhahn nach Gebrauch abdrehen, Briefe öffnen und beantworten oder baden).
- Vergessen, wie man Dinge macht (wie man ein Hemd anzieht, die Mikrowelle bedient).
- Nicht zu erkennen, wofür Objekte gedacht sind (dass die Zahnbürste für das Zähneputzen gemacht ist).
- Keine Verbindungen herstellen (die Türklingel hören, aber nicht an die Tür gehen).
Es ist notwendig, Menschen mit Demenz zu helfen, mit solchen Schwierigkeiten umzugehen:
- Versuchen Sie im Voraus zu planen
- Versuchen Sie Schwierigkeiten im Voraus zu sehen
- Machen Sie nicht auf Schwierigkeiten vor anderen Menschen aufmerksam
- Seien Sie flexibel
- Drängen Sie keine Person mit Demenz
- Ermutigen Sie die Person, soviel selbst zu machen wie nur irgendwie möglich
- Suchen Sie nach Kleidungsstücken und Schuhen, die einfach anzuziehen sind

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