Aktivitäten für Apathie

Aktivitäten für Apathie

Apathie wird als ein Mangel von Interesse oder ein anhaltender Motivationsmangel beschrieben. Es kann schwer sein, passende Aktivitäten, die die Person mit Demenz einbeziehen, zu finden, wenn die Person, um die Sie sich kümmern, apathisch ist. Das Einbinden der Person in verschiedene Aktivitäten fördert den Erhalt ihrer körperlichen und geistigen Funktionen. Dieser Artikel beinhaltet generelle Tipps darüber, wie man Aktivitäten an Personen mit Apathie anpassen kann. Diesen folgt ein konkretes Beispiel, wie man die Aktivität des Tischdeckens erleichtern kann.

Zwingen Sie die Person nicht.

Auf etwas zu bestehen oder die Person zu etwas zwingen, könnte die Person so aufregen und somit die möglichen positiven Effekte der Aktivität zunichtemachen. Ein guter Ansatz, um die Person in Aktivitäten einzubeziehen, ist, ihr einen Anlass zum Bewegen zu bieten. Statt ihr zu sagen, dass sie etwas tun soll, bitten Sie sie, Ihnen beim Decken des Tisches zu helfen.

Stellen Sie sicher, dass die Aktivitäten machbar sind.

Komplexe Aufgaben sind vielleicht etwas zu viel, um sie auf einmal zu bewältigen und können die Motivation der Person mindern. Das Decken des Tisches kann zum Beispiel in verschiedene Schritte unterteilt werden: (1) Erkennen, was am Tisch fehlt, (2) die richtigen Gegenstände (Teller, Besteck, Gläser, etc.) finden, (3) die Gegenstände richtig platzieren. Seien Sie konkret. Bitten Sie die Person zum Beispiel die Teller zum Tisch zu tragen.


Legen Sie den Fokus auf das Positive.

Sie haben vielleicht schon erlebt, dass man manchmal nichts für selbstverständlich nehmen kann. Selbst wie Teller auf den Tisch zu platzieren sind, kann zu Verwirrung führen. Weisen Sie die Person darauf hin, dass die Teller nicht dort hingehören, wo die Sessel sind. Versuchen Sie das Positive zu sehen und positives Feedback zu geben. Sagen sie zum Beispiel: „Danke, dass du die Teller zum Tisch gebracht hast.“


Regen Sie die Person sanft an und helfen Sie ihr.

Menschen mit Apathie fällt es oft schwer, etwas zu beginnen oder sich überhaupt aufzuraffen. Ermutigen Sie sie weiterzumachen und erinnern Sie sie daran, was sie getan haben. Fokussieren Sie sich darauf, wie sich die Person erfolgreich dem Tisch annähert als auf die Mindestanforderung, die die Person nicht erfüllen kann.


Versuchen Sie ruhig zu bleiben.

Wenn Sie anfangen sich frustriert zu fühlen, wird die Person auch frustriert und sich noch mehr zurückziehen. Nehmen Sie sich einen Moment für sich. Erinnern Sie sich daran, dass sich die Person nicht so verhält, um Sie zu ärgern, sondern dass Apathie ein Symptom der Krankheit ist. Finden Sie Strategien, um damit umzugehen – zählen Sie bis zehn, atmen Sie tief ein und erinnern Sie sich daran, dass Sie positive Aktivitäten in das Leben der Person mit Demenz bringen. Wenn die Person Apathie hat, kann es besonders leicht sein zu glauben, dass man der Person hilft, indem man alles für sie macht. Aber durch Einbeziehung der Person bei bestimmten Aktivitäten, regen Sie sie sowohl körperlich als auch geistig an.


Denken Sie an die Aktivitäten, in die Sie die Person mit Demenz einbeziehen.

In welchen Situationen erweist sich die Apathie der Person als problematisch? Überlegen Sie sich Möglichkeiten, die Aktivität zu verändern und anzupassen: Geben Sie der Person einen Grund sich zu bewegen. Unterteilen Sie die Aktivität in machbare Aufgaben. Fokussieren Sie sich auf Dinge, die die Person mit Demenz machen kann. Helfen Sie der Person die Aktivität auszuführen. Bleiben Sie ruhig, wenn die Situation Sie frustriert.